Marvin und Dietmar…Glücksmomente und am Ende Frust bei der Hessenrallye

Bevor wir uns am Donnerstag mittag auf den Weg nach Schlitz ins Hessenland machten, lagen einige intensive Abende der Vorbereitung auf den ersten Einsatz in der DRM hinter uns.

Am Sierra wurden nicht nur Kardanwelle und Differenzial gewechselt sondern auch die bei der Rallye Westerwald in Mitleidenschaft gezogene Hinterachse ersetzt und verstärkt.  Zudem haben wir dem Sierra rundum neue Bremsbeläge und Scheiben gegönnt.  Nach mehreren Schrauber-Abenden unter der Leitung von „Crissi“ Christoph Weitkamp fühlten wir uns bestens gerüstet  für die vor uns liegende Aufgabe. Eine ausgiebige Probefahrt hat uns darin zusätzlich bestätigt… alles wunderbar… „die Hessenrallye kann kommen“.

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Den Abschluss der Vorbereitungen bildet dann am Mittwoch die Beladung von Service-Bus mit Werkzeug, Ersatzteilen  und Reifen. Nicht fehlen dürfen in diesem Zusammenhang natürlich Grillkohle,Grill und Kühlbox für bestens temperierte Getränke. Für das leibliche Wohl muss ja auch gesorgt sein!! Der gesamte Aufwand für solch eine internationale Rallye wurde dann noch einmal auf einen Schlag verdeutlicht. In diesem Zusammenhang ist es immer wieder eine große Freude, wenn wir auf die Unterstützung unseres bewährten Serviceteams Stefan Jerlitschka und Christoph Weitkamp zurückgreifen können.

 

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Nachdem wir dann in Schlitz in Rekordzeit Dokumenten- und Technikabnahme hinter uns gebracht haben gab es das mittlerweile schon „traditionelle“ Abendessen vor der Rallye mit unseren Kollegen aus der Youngtimer-Trophy.

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Immer wieder schön im Kreise von „Gleichgesinnten“ zu fachsimpeln und die berühmten „Benzingespräche“ zu führen…und gelacht haben wir auch sehr viel.

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Am Freitag in aller Frühe ab 6.30 Uhr wurde dann zur Aufschrieb-Runde gestartet. Hier machten wir erstmals Bekanntschaft mit den teilweise sehr  harten Wertungsprüfungen und dem Dauerregen im Hessenländle.  Uns wurde ziemlich schnell klar, dass diese Rallye für Material und Mensch sehr anstrengend und keine Zuckerschlecken sein wird.

 

Am Nachmittag trudelte dann auch unser Service ein und wir konnten unseren Serviceplatz in unmittelbarer Nachbarschaft mit den anderen Youngtimer-Teams einrichten.

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Da war sie wieder…die besondere Atmosphäre einer „großen Rallye“. Hier wurden schon teilweise kleine Werkstattbereiche mit Zelt, Beleuchtung und Sitzgelegenheiten aufgebaut…richtig klasse!!

Am Abend dann ging es endlich los…2 WPs im Hellen und nach einer Regrouping- und Servicepause die gleiche Runde noch einmal…nur diesmal mit

Lampenbaum im Dunkeln.

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Der einsetzende Regen machte die Aufgabe entsprechend anspruchsvoll  – das Ganze hat so richtig Spass gemacht. Danach Abschluss-Service und ab in die Nachtruhe.

Das Fazit des ersten Tages: – tolles Rallye-Feeling

– keine technischen Probleme

– über 20  Plätze in der Gesamtwertung „gut gemacht“…wir freuen uns auf den nächsten Tag.

Der Samstag war geprägt von wechselnden Wetterbedingungen. Am Morgen noch Dauerregen, der dann pünktlich vor dem Start zu WP 7 und 8 aufhörte und den Einsatz von Trockenreifen ermöglichte. Bereits nach den ersten WP-Kilometern wurde klar…alles richtig gemacht…prima Reifenwahl.

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Die Wertungsprüfungen wurden mit entsprechend hohem Schotteranteil immer härter für das Material…einmal Glück gehabt beim Überfahren einer Teerkante zwar den Reifen hinten rechts eingeschlitzt, was aber nicht zum Plattfuß geführt hat.

Das gute Wetter hielt sich auch vor den letzten 4 Wertungsprüfungen….mittlerweile hatten wir unseren Vorsprung in der Klassenwertung auf fast 6 Minuten ausgebaut  und uns in der Youngtimer-Gesamtwertung auf Rang 2 vorgearbeitet, wobei wir von diversen Ausrutschern unseres Kollegen Walter Grohmöller auf seinem bärenstarken Opel Ascona profitiert haben.

Fazit bis dahin: -wir haben riesigen Spaß im Rallye-Auto und in den Service-Pausen

-Teamwork funktioniert bestens

-der Sierra läuft wie ein Uhrwerk ohne nennenswerte Probleme

-Aussicht auf eine echte Top-Platzierung

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Die Begeisterung über unsere tolle Fahrt auf WP 9 „Niederaula“  bekam in der darauf folgenden Wertungsprüfung einen furchtbaren Dämpfer verpasst…versagte doch kurz vor dem Ziel der WP 10 die Benzinpumpe ihren Dienst!

In einer 90 Grad-Ecke ging der Sierra einfach aus uns sprang mangels Benzinzufuhr auch nicht mehr an.

So schnell zerplatzen die Träume von einem Top-Ergebnis in der Youngtimer-Wertung bei einem Lauf zur Deutschen Rallyemeisterschaft…vorbei die Glücksmomente …einfach nur Enttäuschung und Frust…Rallyesport kann ganz schön brutal sein.

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Noch am gleichen Abend machten wir uns auf den Heimweg.

Danke an der Stelle an Paul für die Aufmunterung beim Kaffee in unserem Hotel.

Nachdem wir mit vereinten Kräften unseren Renner gereinigt und den Service-Bus ausgeräumt hatten wurden sogleich Pläne geschmiedet, um in den nächsten Wochen stärker denn je auf die Rallye-Pisten zurück zu kommen.

Der Blick geht nach vor…wir freuen uns auf den weiteren Saisonverlauf und sagen dem Defekt-Teufel einen gnadenlosen Kampf an.