Rallye-Nachwuchsförderung mit RGO-Teilnahme

Rallye-Nachwuchsförderung auf dem Sachsenring !

Als Organisator der HJS-DRC sprach mich Klaus Osterhaus während eines unserer gemeinsamen Rallye-Einsätze auf eine Mitte des Jahres geplante Nachwuchssichtung an.

Er war der Meinung, dass ich ganz gut ins Juroren-Team passen könnte. Ich musste nicht lange überlegen um zuzusagen, nachdem mir Klaus erklärt hat was der Hintergrund der Aktion ist. Wusste ich doch zu gut aus meiner Zeit im Peugeot-205-GTI-Cup wie wichtig die Nachwuchsförderung für den Rallyesport in Deutschland ist.

Wie ernst es Klaus Osterhaus mit der Juniorenförderung innerhalb der HJS-DRC nimmt wurde mir dann Wochen später klar, als mich Frank Christian per Mail kontaktierte und mit mir seine Ideen für ein Beifahrerseminar im Rahmen des geplanten zweitägigen Intensivlehrgangs abzustimmen. Meine Begeisterung wurde immer größer je mehr Informationen zum Programm bekannt wurden. Besonders habe ich mich auf „meine Kollegen“ im Instruktoren-Team gefreut…neben Ruben Zeltner, als Gastgeber auf dem  Sachsenring, und dem bereits erwähnten mehrfachen Deutschen Rallyemeister Frank Christian standen u.a. Hermann Gassner jr., Horst Rotter und der DRM-Marathon-Interviewer Markus Schramm auf der Liste.

Die Hauptakteure waren aber die vierzehn in der HJS DRC eingeschriebenen Nachwuchsfahrer mit ihren Copiloten, die zu einem zweitägigen Intensivlehrgang auf den Sachsenring eingeladen wurden.

Der Freitag stand im Zeichen des ersten „come together“ der Regionen Nord und Süd. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Gastgeber Klaus Osterhaus (HJS-DRC), Ruben Zeltner (Sachsenring) und Frank Christian (Pole Promotion) stand ein zweistündiges Medientraining mit Markus Schramm auf dem Programm. Hier lernten sich die Teilnehmer während einer Vorstellungsrunde kennen und bekamen eine Vielzahl an nützlichen Tipps. Am Abend stand ein Kartrennen auf dem Programm. Ein tolles Buffet zum Abendessen rundete den Auftakt im schönen Ambiente gebührend ab.

    

 

Pünktlich um 8:00 Uhr ging es Samstagmorgen weiter: Die Gruppen Süd und Nord starteten im Wechsel mit einer Fitness-Analyse und ersten Fahrübungen im Toyota GT86 auf der Schleuderplatte. Danach ging es zum einstündigen Sporttest, welcher von drei Physiotherapeuten geleitet wurde, aus sieben unterschiedlichen Übungen im Bereich Ausdauer und Koordination bestand.

  

Nach einer kurzen Mittagspause trennten sich die Fahrer von ihren Copiloten. Mit letztgenannte haben Frank Christian und ich in einem zweistündigen Seminar Tipps und Tricks aus unserer Erfahrung als Beifahrer vermittelt. In einem nicht ganz so einfachen 30minütigen Abschlusstest mussten die Copiloten dann ihr theoretisches Wissen unter Beweis stellen.

   

Die Piloten absolvierten in der Zeit Fahrübungen auf den Sachsenring. Neben dem heckgetriebenen GT86, standen nun auch mehrere frontgetriebene Honda Civic Type R und zwei allradgetriebenen Mitsubishi Lancer Evo zur Verfügung. Im komplett bewässerten Teilstück der Rennstrecke, steigerten sich die Teilnehmer vor den Augen der Juroren (Hermann Gassner jr.,   Horst Rotter und Ruben Zeltner) von Durchgang zu Durchgang und gingen bis ans Limit und das ein- oder andere Mal auch knapp darüber – aber alles in allem herrschte eine tolle Disziplin, was zu einer sehr guten Stimmung von Anfang bis zum Ende beitrug. Zum Abschluss gab es eine Challenge: Ein enger Handling-Kurs, dessen Belag sich wie Glatteis anfühlte, galt es auf Bestzeit zu bewältigen.

   

   

Die Leistungsdichte bei den Junioren des HJS-DRC ist sehr hoch – da sind sich alle Juroren bei der Abschlussbesprechung um 18:00 Uhr einig. Das Wochenende zeigte viele Stärken, aber auch Verbesserungspotenzial. Die Teilnehmer haben bis zum Saisonende noch einige Monate Zeit sich weiter zu entwickeln – das Rennen um das Förderpaket in Höhe von 50.000,- Euro hat gerade erst so richtig begonnen. Dieses Wochenende motivierte alle Beteiligen ordentlich „Gas zu geben“ und den Rallyesport wieder ein Stück weiter nach vorne zu bringen…

Mir hat das Wochenende am Sachsenring riesigen Spaß gemacht. Es war eine große Freude zu sehen wie motiviert der Rallye-Nachwuchs zu Werke ging und daran interessiert war, sich Ratschläge und Hilfestellungen für die weiteren Rallyeeinsätze zu holen. Natürlich kam der gesellige Teil im Kreise der Juroren und des Orga-Teams nicht zu kurz und hat zu einer tolle Stimmung beigetragen.

Ich bin sehr gespannt, wie das Rennen um die Förderung weiter geht und wer am Ende die Nase vorne hat. Gerne trage ich meinen Teil dazu bei,  die junge Teams im Rahmen dieser beispielhaften Initiative weiter voran zu bringen.

alle Fotos: Sascha Dörrenbächer SMF-Motorsportfotos