…wie ein verschossener Elfmeter auf ein leeres Tor.

Aber von Anfang an:
Am gestrigen Samstag ging es zur Slalom Veranstaltung des AC Rade nach Weeze. Nach dem Bilderbuch Sommer war für den Samstag erstmals seit Wochen durchwachsenes Wetter mit kühleren Temperaturen und Schauern angesagt. Ich hätte zwar auch nicht bei 38°C fahren wollen, aber zumindest wären eindeutige Wetterverhältnisse wünschenswert gewesen, insbesondere da ich den neuen Escort noch nicht gut kenne und schon gar nicht bei nassem Wetter.
Je näher der Start unserer 2Liter Klasse kam desto unbeständiger wurde es. Leichte Schauer gemischt mit Wind und immer wieder Sonnenschein, bescherte uns einiges Kopfzerbrechen hinsichtlich der richtigen Reifenwahl. Lange Zeit wollten wir mit Slicks starten, entschieden uns aber alle dann kurz vor dem Vorziehen in den Vorstart auf Regenreifen zu setzen.
Bis es dann endlich losging war die Sonne wieder draussen und die Strecke zu gut wie trocken, für einen erneuten Wechsel aber zu spät, also mussten wir das Training mit den falschen Reifen fahren.
Direkt nach dem Training wechselten wir auf Slicks. Um bei dem Escort nun langsam mit der Fahrwerkseinstellung zu beginnen, hatte ich mir extra vor der Veranstaltung neue Slicks besorgt. Das war ein Unterschied wie Tag und Nacht zu den alten Reifen die ich bisher gefahren bin. Das Auto lag sehr gut und sogar für Weeze-Verhältnisse hatte ich sehr guten Grip. Dies zeigte sich dann auch in der Fahrzeit, denn mir fehlten lediglich 2 Sek. auf Dirk Schäfertöns. Als ich dann erfuhr, dass Dirk sogar 1 oder sogar 2 Pylonen hatte, lag ich nach dem 1. WL sogar vorne. Nun wurde ich echt nervös.


Kurz vor Beginn des 2. WL begann es wieder zu regnen, – dies bedeutete erneut auf Regenreifen zu wechseln. Auch auf der nassen Piste fühlte sich das Auto gut und beherrschbar an. Ich versuchte nicht zu vorsichtig, aber auch nicht zu aggressiv zu fahren, was mir auch bis zum vorletzten Tor gelang. Nach dem vorletzten Tor war ich etwas zu früh oder zu stark auf dem Gas, sodass ich mich in das letzte Tor vor der Zielgasse drehte und das Auto ausging. Somit war die Zeit dahin und der mögliche Sieg verspielt.
Hätte mir jemand vorher gesagt, dass Dirk, der 2 Plätze vor mir startete im 2. Lauf sogar an einem Tor vorbei gerutscht ist und somit mit weiteren 15 Sek. belastet war, hätte ich meinen 2. Lauf ohne Risiko gemütlich nach Hause fahren können. Aber hätte, wäre, wenn und aber zählt nicht.
Am Ende belegte ich hinter Dirk immerhin doch noch den 2. Platz. Alles in allem hat es mal wieder richtig Spaß gemacht beim AC Rade und ich freue mich schon aufs nächste Jahr.

Hier könnt ihr mitfahren: